Jetzt kann man  sich also per Ferndiagnose im Internet von einem Internetarzt (hoffentlich ist er wirklich einer) Medikamente verschreiben lassen. Vermutlich wird es hauptsächlich um Antibiotika (für Zuchtschweine?) und Viagra für unsere immer impotenter werdende Männerwelt gehen.
Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass mir eine Internetdiagnose ein Arztgespräch ersetzen kann.
Wenn man allerdings bedenkt, wie lang man oft bei einem wirklichen Arzt auf einen Termin warten muss und sich dann die überfüllten Wartezimmer und die langen Wartezeiten anschaut, dann wäre es sehr verständlich, wenn viele Menschen auf den Internetarzt ausweichen würden.
Ich erinnere mich lebhaft, als ich einmal Schmerzen im linken Knöchel hatte und bei einem Orthopäden einen Termin in 3 Wochen bekam. In der Zwischenzeit kaufte ich mir einen Stützstrumpf, als ich jedenfalls nach 3 Wochen zu dem Arzt endlich vordrang, konnte ich ihm nur erzählen, was mir vor 3 Wochen weh getan hat. Es war ihm sogar peinlich.

Alle möglichen Leute warnen vor dieser Internetmedizin, vermutlich zu Recht. Aber wenn die Rezepte gültig sind und die Kosten günstiger…

Gar nicht zynisch gemeinter Nachsatz:
Die Ärztekammer ist auch dagegen.
Und da die Ärztekammer per definitionem gegen alles ist, was den Patienten nützt und nur ihre Ärzte schützt, könnte die Warnung dieser versteinerten Schutzorganisation nach hinten losgehen: Die Ärztekammer hat gewarnt? Da muss für den Patienten doch was dran sein!
 

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